Aus der Tiefe

Mein Herr und Gott, wie oft hab ich, ja wie oft hab ich Dich gesucht.
Oft bin ich fast verzweifelt, doch es war Dein Arm, der mich dann trug!
Ich war nie stark, da war kein Mut, nur Dein Versprechen: ‚Es wird gut!’
Und immer wusst ich, ‚Folge Ihm’ – egal wie weit, egal wohin
und wo auch immer ich dann bin – in Jesus find ich meinen Sinn!
Ich habe mich Dir anvertraut, mich Dir geöffnet, hingelegt,
was mich belastet, was mich quält und was ich alles nicht versteh’!
Und Herr, so oft hab ich dann nicht gewusst, wie es dann weitergeht,
vor Dir Herr im Gebet gefleht, zu Dir geschrien, dass was geschieht
und insgeheim gehofft, dass Jesus kommt und diese Welt vergeht!
Versteht, ich musste lernen, was es heisst, das Kreuz auf sich zu nehmen.
Und wenn ich Jesus folgen will, dann muss ich Leid erleben.
Eben nicht das ruhige Leben, das so viele sich ersehnen!
Nein! Ich weiss jetzt: Gott erlaubt das Leiden, dass wir daran reifen.
Mann begreifen wir das nicht, wir haben keinen Grund zum Zweifeln!
Gott selbst ließ Seinen eignen Sohn unmenschliches erleiden, denn
wenn Jesus nicht gestorben wär, dann wären wir noch Heiden,
würden selbst verloren sein, nein, keine Chance zum Überleben!
Und wenn wir nicht bald bereit sind, selbst durch Täler durchzugehn,
ja wie wollen wir dann je das Evangelium verstehn!


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